Die Spielregeln

Mini-Regensburg ist eine Stadt in Regensburg, in der Kinder alles selbst machen müssen,  was sonst nur Erwachsene tun:
Sich bei der Arbeitsagentur einen Job suchen, arbeiten gehen, Bankgeschäfte erledigen, einkaufen gehen, und so weiter!
Im Hintergrund werden sie dabei von Erwachsenen unterstützt, die da helfen, wo es
notwendig ist. Mitmachen dürfen alle Kinder von 8 - 14 Jahren.

Mini-Regensburg findet im Jahr 2011 zum dritten Mal statt und zwar in den städtischen Sporthallen Nord in der Isarstraße.
Das schöne ist, dass Erwachsene zwar mitkommen, aber nicht in das Spiel eingreifen dürfen.
Mutti oder Papi dürfen dir aber auch nicht helfen, du musst selber sehen, wie du zurecht kommst. Diese Spielregeln hier zeigen dir aber wo es lang geht!

 

Pass/Eintritt:

Bevor du mitspielen kannst, brauchst du einen Pass. Der kostet 10 € und du bekommst ihn im Vorverkauf (z.B. in den Bürgerbüros)  oder vor Ort beim Einwohneramt von Mini-Regensburg. Damit kannst du schon mal 5 Tage mitspielen, ab dem 6. Tag musst du 2 € Tageseintritt beim Einwohneramt zahlen. Hier bekommst du dann einen Tagesstempel in deinen Pass.

Mit dem Pass erhältst du einen Gutschein für ein bisschen Startgeld, und zwar 10 Ratiserl.
Damit musst du zur Bank gehen, bei der du es ausbezahlt bekommst.
Hier musst du später, wenn du schon etwas gearbeitet hast, deinen Lohn abholen oder auf ein Sparkonto einzahlen. Der Lohn ist übrigens für jede Arbeit gleich, ob Universitätsprofessor  oder Straßenkehrer! Er beträgt für jede Arbeitseinheit á 45 Minuten 10 Ratiserl. Davon werden aber noch 2 Ratiserl als Steuer gleich von der Bank einbehalten.

 

Arbeit:

 

Die Arbeitsplätze werden normalerweise am Arbeitsamt vergeben. Da gibt es drei verschiedene Schalter: einen allgemeinen Schalter, wo du den nächsten freien Job bekommst, einen Schalter für jüngere, kleinere Kinder und einen Schalter für den Wunschjob.

Mit der Arbeitskarte vom Arbeitsamt gehst du sofort zu der genannten Arbeitsstelle und meldest dich dort beim Personalbüro. Dann wirst Du in Deine Aufgaben eingewiesen und los geht’s!

Es gibt eine wichtige Ausnahme: Die ersten Arbeitsplätze am Morgen werden direkt in den Stationen vergeben. Du kannst Dich also sofort in der Kinderstadt auf Arbeitssuche machen, ohne Dich beim Arbeitsamt anzustellen. Manchmal wirst Du da allerdings ein Schild sehen auf dem steht, dass alle Arbeitsplätze in dieser Station besetzt sind. Dann musst du weitersuchen oder dich ans Arbeitsamt wenden.


So, jetzt beginnt der Ernst des Lebens. In deiner neuen Arbeitsstelle musst du zuerst ins Personalbüro. Dort gibst du deinen Pass ab und erledigst den Papierkram. Es wird zum Beispiel aufgeschrieben, wann du angefangen hast, damit du später auch den gerechten Lohn bekommst. Die Mindestarbeitszeit beträgt 45 Minuten, solange musst du durchhalten, auch wenn dir die Arbeit nicht gefällt. Wenn du fertig bist, bekommst du deinen Pass zurück, deine Arbeitskarte und deinen Lohnzettel, auf dem steht, wieviel du verdient hast.
Jetzt musst du schnell zur Bank, die Arbeitskarte abgeben und den Lohnzettel gegen Bargeld eintauschen. Hierfür hast du höchstens eine halbe Stunde Zeit, sonst verfällt der Lohnzettel und du hast umsonst gearbeitet. Das ist wichtig, weil die Arbeitskarte im Arbeitsamt wieder gebraucht wird und jemand anderes deinen alten Job haben möchte.

 

Studium:

Wenn du dein erstes Geld verdient hast, gibt es viele Möglichkeiten für dich: Ein anderer Job oder aber eine Einheit Studium. Die Universität von Mini-Regensburg bietet Interessantes für jeden. Das Studium wird übrigens genauso bezahlt wie jeder normale Job.
Was du dort alles machen kannst, erfährst du bei der Studienberatung.
Das ist praktisch das Arbeitsamt der Uni.

 

Vollbürgerschaft:

Wer vier Arbeitseinheiten und vier Studieneinheiten hinter sich hat, erhält neue Möglichkeiten.
Du kannst im Rathaus die Vollbürgerschaft beantragen. Nach bestandener Prüfung wird das auch im Pass eingetragen. Jetzt kannst du die Führerscheinprüfung machen oder ein eigenes Geschäft aufmachen. Für eigene Geschäfte gibt es in Mini-Regensburg extra reservierte Gewerbeflächen, welche man mieten kann. Zusätzlich muss dein Geschäft natürlich beim Gewerbeaufsichtsamt angemeldet sein.


Politik:

Nur Vollbürger können sich für den Stadtrat aufstellen lassen und am Wahltag ihre Stimme abgeben. Vielleicht willst du ja sogar BürgermeisterIn von Mini-Regensburg werden.
Die Mitbestimmung ist besonders wichtig in Mini-Regensburg und funktioniert so:
Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin hat jeden Tag mindestens eine Sitzung mit dem Stadtrat. Der Stadtrat kann eine (Voll-) Bürgerversammlung einberufen, bei der Gesetzesänderungen beschlossen werden. Der zweite Weg ist schon umständlicher:
Vollbürger können auch 50 Stimmen von Vollbürgern sammeln und somit eine Bürgerversammlung einberufen.


Gesetze und Regeln:

Jede Bürgerin und jeder Bürger ist für den friedlichen Verlauf, sowie für Ordnung und
Sauberkeit der Spielstadt verantwortlich. Streitigkeiten werden in Mini-Regensburg ohne Anwendung von Gewalt gelöst. Die älteren Bürger übernehmen Verantwortung für die jüngeren Spielstadtbesucher.
Gewalttätigkeiten und Diebstähle werden sofort geahndet. Verstöße gegen die Spielregeln kommen vor das Stadtgericht. Das Stadtgericht tagt öffentlich jeden Freitag um 16 Uhr im Rathaussaal. Die Gefährdung des ordnungsgemäßen Ablaufs von Mini-Regensburg kann Geldstrafen und im schlimmsten Fall ein Spielstadtverbot zur Folge haben.
Es gibt auch ein Mini-Regensburger Grundgesetz und eine Strafprozessordnung.
Alle Regeln, Ordnungen und Gesetze können im Rathaus eingesehen werden.


Information:

Für Auskünfte und spezielle Fragen gibt es die Stadtinformation. Hier erfahrt ihr das Tagesprogramm, es gibt Plakate und aktuelle Durchsagen. Außerdem befindet sich hier das Fundbüro. Natürlich gibt es noch viele weitere Regeln. Die erfährst du aber nebenbei, wenn du erst einmal Bürger von Mini-Regensburg bist. Falls dir das alles zu kompliziert ist, gibt es ja noch die erwachsenen Helfer an allen Stationen, die gerne weiter helfen.