Die Spielregeln

Mini-Regensburg ist eine Kinderstadt in Regensburg, in der Kinder und Jugendliche fast alles selbst machen dürfen,  was sonst nur Erwachsene tun: sich beim Arbeitsamt einen Job suchen, arbeiten gehen, Bankgeschäfte erledigen, einkaufen gehen und so weiter!
Im Hintergrund werden sie dabei von Erwachsenen unterstützt, die da helfen, wo es notwendig ist. Mitmachen dürfen alle Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren und die, die schon die zweite Klasse besucht haben, aber noch nicht den 8. Geburtstag gefeiert haben.

 

Pass/Eintritt:

Bevor Du mitspielen kannst, brauchst Du einen Spielpass. Der kostet 15 € und damit kannst Du die kompletten drei Wochen mitspielen! Kannst Du nur in der dritten Woche (12.-14. August 2019) an Mini-Regensburg teilnehmen, kostet der Pass nur 5€.
Den Spielpass bekommst Du ab Ende Juni im Vorverkauf (u.a. in den Bürgerbüros) oder vor Ort, beim Einwohneramt von Mini-Regensburg (siehe Änderungen 2019). Jeden Tag erhältst Du dort auch Deinen Tagesstempel in den Pass.

In Deinem Pass findest Du den Gutschein für das Startgeld von 10 "Ratiserln".
Damit kannst Du zur Mini-Bank gehen und Dir das Geld abholen.
Hier bekommst Du später, wenn Du schon etwas gearbeitet hast, auch Deinen Lohn. Der Lohn ist übrigens für jede Arbeit gleich, egal, ob Du als Universitätsprofessor oder als Straßenkehrerin arbeitest! Eine Arbeitseinheit dauert 45 Minuten und dafür bekommst Du 10 Ratiserl. Ausgezahlt werden aber nur 8, denn 2 Ratiserl werden als Steuer gleich von der Bank einbehalten.

 

 

Arbeit:

Die Arbeitsplätze werden normalerweise am Arbeitsamt vergeben.  

Mit der gelben Arbeitskarte vom Arbeitsamt gehst Du sofort zu der genannten Arbeitsstelle und meldest Dich dort beim Personalbüro. Dann wirst Du in Deine Aufgaben eingewiesen und los geht’s!

Es gibt eine wichtige Ausnahme: In der ersten Stunde am Morgen suchst Du Dir Deinen Arbeitsplatz selbst in einer der über 50 Spielstationen.

Manchmal wirst Du da allerdings ein Schild sehen, auf dem steht, dass alle Arbeitsplätze in dieser Station bereits besetzt sind. Dann musst Du weitersuchen oder Dich ans Arbeitsamt wenden.

In Deiner Arbeitsstelle musst Du zuerst ins Personalbüro gehen. Dort gibst Du Deinen Pass ab und erledigst den Papierkram. Es wird zum Beispiel aufgeschrieben, wann Du angefangen hast, damit Du später auch den gerechten Lohn bekommst.

Wenn Dir die Arbeit nicht gefällt, kannst Du kündigen - Lohn gibt es aber erst, wenn Du eine Arbeitseinheit (= 45 Minuten) lang durchgehalten hast.

Am Ende des Arbeitstages oder wenn Du kündigst, bekommst Du Deinen Pass und Deine Arbeitskarte zurück und zusätzlich Deinen Lohnzettel, auf dem steht, wie viel Du verdient hast.

 

Jetzt gehst Du schnell zur Bank, die Arbeitskarte abgeben und den Lohnzettel gegen Bargeld eintauschen. Hierfür hast Du höchstens eine halbe Stunde Zeit, sonst verfällt der Lohnzettel und Du hast umsonst gearbeitet! Einzige Ausnahme ist, wenn Du in der letzten Schicht gearbeitet hast, dann kannst Du Deinen Lohnzettel auch noch am nächsten Tag einlösen. 

Studium:

Bildung ist in Mini-Regensburg sehr wichtig! Deshalb wird das Studium an der Universität bezahlt. Die Universität von Mini-Regensburg bietet viele interessante Vorlesungen. Welche das sind, erfährst Du bei der Studienberatung, das ist praktisch das Arbeitsamt der Uni.

  

Vollbürgerschaft:

Wenn Du vier Arbeitseinheiten und vier Studieneinheiten hinter Dir hast, kannst Du im Rathaus bei der Vollbürgerstelle die Vollbürgerprüfung ablegen.

Wenn Du schon einmal Vollbürgerin oder Vollbürger warst, z.B. 2017, dann gilt diese Vollbürgerschaft weiter, Du musst sie Dir aber bei der Vollbürgerstelle in den Pass eintragen lassen und Dich über neue Regeln belehren lassen. 

Neben dem Eintrag im Pass, der Vollbürgerurkunde und einem Anstecker erhältst Du folgende neue Möglichkeiten: 

- passives Wahlrecht (= Du kannst dich wählen lassen, siehe Politik)

- Teilnahme an der Vollbürgerversammlung

- Führerschein (nach erfolgreich abgelegter Fahrprüfung)

- ein eigenes Geschäft aufmachen (nach Anmeldung beim Gewerbeaufsichtsamt)

- heiraten

- andere Kinder adoptieren

- Polizist oder Polizistin werden

- ins Spielcasino gehen

- Teilnahme an weiteren Veranstaltungen für Vollbürgerinnen und Vollbürger

Politik:

Die Mitbestimmung ist in Mini-Regensburg besonders wichtig und funktioniert so:

Jede Woche werden ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin und dazu fünf Stadträte gewählt. Alle Bürgerinnen und Bürger können wählen, jedoch können nur Vollbürgerinnen und Vollbürger auch kandidieren (sich wählen lassen = passives Wahlrecht).

Wen Du als Vollbürger oder Vollbürgerin für ein Amt kandidierst, musst Du zusätzlich 30 Unterschriften von Mini-Regensburgern sammeln, die Dich unterstützen. Dann erst kannst Du Dich beim Wahlamt als Kandidatin oder Kandidat eintragen lassen.

 

Nach der Wahl:

Der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin hat jeden Tag mindestens eine Sitzung mit dem Stadtrat. Außerdem gibt es die wöchentliche Vollbürgerversammlung, bei der jeder und jede seine Meinung sagen kann. Darüber hinaus können Vollbürgerinnen und Vollbürger Anträge stellen, über die dann abgestimmt wird.

Bürgermeister und Stadträte haben viel zu tun:

- "Staatsbesuche", wenn z.B. echte Politikerinnen nach Mini-Regensburg kommen oder

  Gruppen aus den Partnerstädten

- Eröffnungen von Ausstellungen

- Stadtratssitzungen

- Bürgersprechstunde

- Vollbürgerversammlung

- Interviews im Radio, Fernsehen und der Zeitung

- wichtige Entscheidungen treffen

Gesetze und Regeln:

Jede Bürgerin und jeder Bürger ist für den friedlichen Verlauf sowie für Ordnung und Sauberkeit der Spielstadt mitverantwortlich. Streitigkeiten werden in Mini-Regensburg ohne Anwendung von Gewalt gelöst. Gewalttätigkeiten und Diebstähle werden sofort geahndet. Verstöße gegen die Spielregeln und Gesetze werden in der Schlichtungsstelle verhandelt. Die Gefährdung oder gar Störung des ordnungsgemäßen Ablaufs von Mini-Regensburg kann Geldstrafen und im schlimmsten Fall ein Spielstadtverbot zur Folge haben. Die Spielleitung kann Dich also vom Spiel ausschließen, wenn es wirklich nicht funktioniert!

 

Das Mini-Regensburger Grund-Gesetz:

§ 1 Alle Bürgerinnen und Bürger Mini-Regensburgs sind gleichberechtigt

§ 2 Die Spielregeln sind einzuhalten und gelten für alle Mini-Regensburgerinnen und Mini-Regensburger

§ 3 Vollbürgerinnen und Vollbürger genießen zusätzliche Rechte

§ 4 Gewalt in jeglicher Form ist verboten

§ 5 Es gilt der Verhaltenskodex für Mini-Regensburg

     (Der vom nächsten Stadtrat + der Vollversammlung während der drei Wochen erarbeitet wird) 

§ 6 In Mini-Regensburg gilt die UN-Kinderrechtskonvention

 

Information:

 

Für Auskünfte und spezielle Fragen gibt es die Stadtinformation. Hier erfährst Du das Tagesprogramm, es gibt Plakate und aktuelle Durchsagen. Außerdem befindet sich hier das Fundbüro. Natürlich gibt es noch viele weitere Regeln. Die erfährst Du aber nebenbei, wenn Du erst einmal Bürgerin oder Bürger von Mini-Regensburg bist. Falls Dir das alles zu kompliziert ist, gibt es ja noch die Erwachsenen an allen Stationen, die gerne weiterhelfen.